Europa in Zahlen – Eurostat Jahrbuch 2010

Wie haben sich die Veränderungen in unserer Gesellschaft in den vergangenen zwanzig Jahren auf die Eheschließungsziffer und den Anteil außerehelicher Geburten ausgewirkt? Wie viel gibt der Staat im Verhältnis zum BIP aus, und wie verteilen sich diese Ausgaben auf soziale Sicherung, Gesundheit und Bildung? Wie sehen die jüngsten Entwicklungen im Bereich des lebenslangen Lernens aus? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen finden sich in der 14. Ausgabe des Eurostat Jahrbuchs1, das von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht wird.

Europa in Zahlen – Eurostat Jahrbuch 2010 präsentiert und erläutert eine umfassende Auswahl der verfügbaren statistischen Daten von Eurostat. Das Jahrbuch kann als Einführung in die europäische Statistik gesehen werden und bietet einen Überblick über das breite Spektrum an Daten, die kostenlos von der Eurostat-Webseite und den Online-Datenbanken abgerufen werden können. In der PDF-Version der Veröffentlichung wurden unter jeder Tabelle Verlinkungen in Form von Datencodes eingefügt, die den Leser direkt zu den entsprechenden Tabellen auf der Webseite führen. Das Jahrbuch enthält Informationen über die Entwicklung von Schlüsselindikatoren in der EU27, dem Euroraum und den Mitgliedstaaten. Sofern verfügbar sind auch Angaben zu den Kandidatenländern, den EFTA-Ländern, den Vereinigten Staaten und Japan enthalten.

Das Jahrbuch 2010 besteht aus vierzehn Hauptkapiteln, die unterschiedlichen Statistikbereichen gewidmet sind. Das erste Kapitel beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Die anderen Kapitel decken alle wichtigen Gebiete der Statistik ab: Wirtschaft, Bevölkerung, Gesundheit, Bildung, Arbeitsmarkt, Lebensbedingungen und Wohlfahrt, Industrie und Dienstleistungen, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei, internationaler Handel, Verkehr, Umwelt und Energie, Wissenschaft und Technologie sowie europäische Regionen. Der Anhang enthält nähere Angaben zu den verwendeten Systematiken.

Hier ein paar Beispiele:

Der größte Teil der Staatsausgaben in der EU27 im Jahr 2008 entfiel auf soziale Sicherungsmaßnahmen (18,2% des BIP). Dies galt für alle Mitgliedstaaten. Die Werte lagen zwischen 9,4% des BIP in Lettland, 9,8% in der Slowakei und 9,9% in Zypern sowie 22,4% in Dänemark, 21,8% in Frankreich und 21,5% in Schweden.

Die Staatsausgaben für das Gesundheitswesen reichten von 3,0% des BIP in Zypern und 4,2% in Rumänien bis 7,8% in Dänemark, Irland und Frankreich. Für die Bildungsausgaben wurden Werte von 3,1% in Griechenland und 3,3% in der Slowakei bis 7,8% in Zypern und 7,0% in Dänemark verzeichnet.In der EU27 nahmen im Jahr 2009 9,3% der Bevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren an Maßnahmen des lebenslangen Lernens4 teil, dies bedeutet, dass sie in den letzten vier Wochen vor der Erhebung an allgemeiner und beruflicher Bildung teilgenommen haben. Der Anteil betrug 8,5% im Jahr 2003. Dieser Anteil unterscheidet sich erheblich zwischen den Mitgliedstaaten. Die höchsten Anteile wurden 2009 in Dänemark (31,6%), Schweden (22,2%), Finnland (22,1%), dem Vereinigten Königreich (20,1%) und den Niederlanden (17,0%) verzeichnet und die niedrigsten in Bulgarien (1,4%), Rumänien (1,5%) und Ungarn (2,7%).

In der EU27 lag der Anteil derjenigen, die an Maßnahmen des lebenslangen Lernens teilnahmen, im Jahr 2009 bei 10,2% für Frauen und bei 8,5% für Männer. Der Anteil der Frauen war in allen Mitgliedstaaten höher als jener der Männer, außer in Deutschland und Zypern.

Quelle: http://ec.europa.eu/eurostat

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