Fachtag mit europäischer Sichtweise / Oktober 2012

Die sinkenden Zahlen von Schulabgängern und die mangelnde Besetzung offener Lehrstellen gestalten den Prozess der Fachkräftegewinnung in Ostthüringen kompliziert. Die Tatsache, dass 10% der Lehrlinge bereits in den ersten drei Monaten ihre Ausbildung abbrechen, erschwert zudem die nachhaltige Sicherung der Fachkräfte in unserer Region.
Um diese Tatsache genauer zu diskutieren, hat das Europabüro Ostthüringen gemeinsam mit dem Fachdienst Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Gera zu einem Fachtag geladen. Unter dem Schwerpunktthema „Übergang Schule- Beruf" wurde interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmern und Akteuren, die diesen Prozess gestalten und begleiten, die Möglichkeit gegeben, interessante Ansätze aus dem europäischen Ausland kennenzulernen, regionalen Ansätzen gegenüberzustellen und in den Erfahrungsaustausch zu treten. Dazu konnten die Akteure mit Gästen aus Dänemark und den Partnerstädten der Stadt Gera: Skierniewice (PL) und Kuopio (FIN), in den Erfahrungsaustausch treten. Ein wesentlicher Baustein der Veranstaltung war die Thematik der Produktionsschulen in Dänemark und Finnland. Darüber hinaus wurde aber auch über den demographischen Wandel und über die Abwanderung junger Menschen in strukturstarke Gebiete debattiert. Der Transfer zeigte deutlich, dass die Ausgangslagen in Europa ähnlich sind – nur die Gestaltung durch Politik und Wirtschaft offenbart unterschiedliche Spielräume.
Eine Fortsetzung der Veranstaltung ist bereits geplant: so sollen im nächsten Jahr schwedische Sichtweisen in die Arbeit vor Ort eingebunden werden.

Fachtag2012-10-08

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